🟡 Das Taxi LĂŒdenscheid muss sich an die gesetzlich vorgeschriebene Ausstattung halten. FĂŒr diese gibt es HintergrĂŒnde, die auch mit der »Sicherheit« von Taxifahrern und FahrgĂ€sten zusammenhĂ€ngen.


âŒȘâŒȘ Vorgeschriebene Ausstattung bei jedem Taxi.

  • In Deutschland mĂŒssen Taxis bestimmte technische Voraussetzungen mitbringen, sonst erhĂ€lt das Betreiberunternehmen keine Zulassung. Diese Vorschriften finden sich in der BOKraft (Verordnung zum Betrieb von Kraftfahrzeugen im Personenverkehr). Im Einzelnen heißt es dort:
    Jedes Taxifahrzeug muss auf mindestens zwei Achsen / vier RÀdern fahren (§ 17).
  • Auf seiner rechten LĂ€ngsseite muss ein Taxi zwei oder mehr TĂŒren haben (§ 25).
  • Ein voll besetztes Taxi muss noch mindestens 50 Kilogramm GepĂ€ck aufnehmen können (§ 29).
  • FĂŒr Taxis ist eine spezielle Alarmanlage vorgeschrieben, die der Fahrer bei einem Überfall vom Fahrerplatz aus betĂ€tigen kann. Die Besonderheit: Im Gegensatz zu einer Diebstahlwarnanlage stellt sich die Taxi-Alarmanlage nicht nach kĂŒrzerer Zeit wieder von allein ab. Die Anlage hupt und blinkt vielmehr, bis jemand den versteckten Ausschalter betĂ€tigt oder der Strom der Batterie verbraucht ist (§ 25).
  • Bundesweit einheitlich mĂŒssen Taxis hell elfenbeinfarben sein (RAL-Farbe 1015), jedoch gewĂ€hrt der § 43 BOKraft in sechs BundeslĂ€ndern spezifische Ausnahmen (in Baden-WĂŒrttemberg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, dem Saarland, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt). Der Farbton kann durch Lackierung oder Folieren erreicht werden.
  • Das beleuchtbare gelbe Dachschild “Taxi“ ist natĂŒrlich ebenfalls vorgeschrieben. Es muss quer zur Fahrtrichtung angebracht werden und von vorn und hinten lesbar sein (§ 26).
  • Jedes Taxi muss ĂŒber ein vom Eichamt geeichtes Taxameter verfĂŒgen, das die Behörde genehmigt hat (§ 28).
  • Innen mĂŒssen im Taxi zwei Schilder vorhanden sein: rechts unten an der Heckscheibe ein gelbes Schild, auf dem die von innen und außen lesbare behördlich erteilte Ordnungsnummer steht, sowie ein Schild mit dem Namen und dem Betriebssitz des Unternehmers, das der Fahrgast gut lesen kann (§ 27).

Welche AusrĂŒstung kann es im Taxi LĂŒdenscheid noch geben?

Bestimmte Ausstattungsmerkmale und GegenstĂ€nde sind nicht vorgeschrieben, die meisten Taxis fĂŒhren sie aber mit. Dazu gehören FunkgerĂ€te und/oder Handys, mit denen die Fahrer ĂŒber Neuanforderungen informiert werden (obligatorisch in praktisch jedem Taxi), des Weiteren eine spezielle Innenbeleuchtung, Verkleidungen und Fußmatten, manchmal beschichtete Sitze und auch KartenlesegerĂ€te fĂŒr eine bargeldlose Zahlung. Ein Abrechnungssystem oder -gerĂ€t ist in einigen deutschen StĂ€dten (zum Beispiel in Berlin seit Mai 2015) schon vorgeschrieben. Auch eine Babyschale und zusĂ€tzliche Sicherheitseinrichtungen fĂŒr die Taxifahrer können vorhanden sein, gesetzlich vorgeschrieben sind sie allerdings nicht.


Was können Kunden vom Taxi LĂŒdenscheid grundsĂ€tzlich erwarten?

Jedes Taxiunternehmen hat grundsĂ€tzliche Pflichten, nĂ€mlich zuerst die Beförderungspflicht in seinem sogenannten Pflichtfahrbereich. DarĂŒber hinaus kann ein Taxi die Fahrt verlĂ€ngern, das ist aber keine Pflicht mehr. Im Pflichtfahrgebiet dĂŒrfen Taxifahrer wiederum Beförderungen nicht wegen einer unpassenden oder zu kurzen Strecke ablehnen, wohl aber bei bewaffneten, unter viel Alkohol und/oder Drogen stehenden oder anderweitig bedenklichen FahrgĂ€sten. Die hochschwangere Frau wird davon nicht betroffen sein, jedoch können Taxifahrer verlangen, dass Patienten unmittelbar nach einer Operation auf der Heimfahrt von einer Person begleitet werden. An behördlich gekennzeichneten PlĂ€tzen und StĂ€nden fĂŒr Taxis können Taxifahrer ihre Fahrzeuge bereithalten, sie mĂŒssen dies aber nicht zwingend tun (§ 47). Sie dĂŒrfen auch anderen Stellen warten, wenn die StVO dies erlaubt. Auch die ErfĂŒllung der Betriebspflicht dĂŒrfen Sie erwarten (§ 21 Personenbeförderungsgesetz). Sie besagt, dass wir unsere Technik auf einem Stand halten, der uns den Betrieb erlaubt. Die Preise wiederum unterliegen der Tarifpflicht (§ 51 Personenbeförderungsgesetz). Die BOKraft ist eine Verordnung zum Personenbeförderungsgesetz (PBefG). Dieses regelt die Genehmigungspflicht fĂŒr Taxiunternehmen und das dazu gehörende Genehmigungsverfahren. Auch den Begriff “Taxi“ definiert das PBefG (§ 47). Da der Taxiverkehr als Sonderform zum Gelegenheitsverkehr gehört (§ 46 PBefG), können Gemeinden und Kommunen fĂŒr ihr Territorium Beförderungsbedingungen und -entgelte in ihrer Taxiordnung festlegen. Ein kommunaler Taxitarif gilt nur im Pflichtfahrgebiet. Er kann ĂŒbrigens auf Antrag von Gewerbevertretern geĂ€ndert werden.√


Fazit zum LĂŒdenscheider Taxi

Wie Sie unschwer feststellen, basieren die meisten Bedingungen, Regelungen und Tarife eines Taxiunternehmens auf Gesetzen und behördlichen Regelungen. Eine Diskussion mit dem Fahrer ĂŒber den Preis pro Kilometer ist daher im Pflichtfahrgebiet nicht zielfĂŒhrend, da der Fahrer den Preis nicht Ă€ndern darf.

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